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  7/4/2008
 
 

"Sicherheit ist garantiert"

Interview mit i42-Geschäftsführer Till Mansmann

aus: "Online PC Zeitung", Zürich, Januar 2001

Till Mansmann ist Diplom-Physiker und einer der Entwickler von MoneyBee. Online PC Zeitung sprach mit ihm über das Analysesystem.

Schon vor Jahren beklagte der mittlerweile verstorbene Börsianer André Kostolany, dass die immer mehr an die Börsen drängenden Neulinge die Börse kaputt machten, weil sie in ihrer Ignoranz nicht vorhersehbare Entscheidungen träfen, Wie brauchbar können dann überhaupt Computer-Prognosen sein?

Till Mansmann: In der Tat besteht die Möglichkeit, dass die Zunahme von Amateuranlegern die Börsenregeln zum Nachteil der Börse in Richtung Volatilität verändern. Die daraus resultierende Unberechenbarkeit stellt für alle, die sich mit Analyse beschäftigen, ein Problem dar.

Profis wie Kostolany mochten oder mögen darunter leiden, MoneyBee bleibt zwar gefühlsmässig cool – aber dann werden die Prognosen in der Qualität leider schlechter.

Die Abwendung des Marktes weg von fundamentalen Entscheidungen hin zu "irrationalen", also zu Buach-Entscheidungen, üwrde es technischen Systemen zwar eher leichter machen – wenn da nicht das Volatilitätsproblem wäre: Denn dann werden Fundamentaldaten – die Maschinen ja eher schlechter bewerten können – durch Marktbewegungen abgelöst, die wiederum von technischer Analyse recht gut erkannt werden können. Die aktuelle Entwicklung ist also ein zweischneidiges Schwert für ein System wie MoneyBee.

"MoneyBee stützt sich nur auf Börsendaten"

Kann MoneyBee aktuelle Geschehnisse in irgendeiner Form in die Berechnungen einbeziehen?

Mansmann: Im Augenblick nicht. Wir arbeiten zwar daran, aber aktuell stützt sich MoneyBee nur auf Börsendaten. Wir sagen daher, dass unser System dem Anleger eine Hilfe sein soll, die er zusammen mit anderen Informationen nutzen kann. Das ist im Prinzip bei professionellen Anlergern genau das gleiche, auch die greifen auf technische Analyse zurück, ohne sich bei der Bewertung ganz darauf zu verlassen. Informationstechnisch war dies jedcoh bisher dem Amateur nicht möglich, da einfach kein technisches Analysesystem für ihn zur Verfügung stand – es war zu teuer und niemand hatte ein Interesse daran, es bereitszustellen. Diese Marktlücke soll MoneyBee füllen. Man könnte sagen: Die Online-Brokerage-Anbieter haben die Banken mit ihrer (teuren) Beratung und ihren Verkaufssystemen unterlaufen, indem sie direkt an den Kunden gingen, MoneyBee macht nun als erstes System das gleiche auf der Informationsseite.

Wie sieht es mit der Sicherheit gegenüber Internetattacken aus?

Mansmann: Das ist in der Tat eine Frage, die uns im Vorfeld viel Kopfzerbrechen bereitet hat, insbesondere die Frage der Nutzer-Akzeptanz. MoneyBee funktioniert ja so: Das System arbeitet offline. Es werden also nicht dauernd Daten ausgetauscht. Die berechneten Daten werden in eine Datei geschrieben – das ist die moneybee.dat. Diese Datei wird nach Rechenende an uns zurückgeschickt und durch eine neue moneybee.dat ersetzt. Das sind die einzigen Daten, die wir austauschen, alles läuft über die moneybee.dat. Die Gefahr für den Nutzer liegt nun darin, dass wir in diese moneybee.dat auch Daten schreiben, die der Nutzer nicht übermitteln möchte – hier also liegt das Sicherheitsproblem. Daher haben wir beschlossen, die Daten in Zahlenkolonnen weitgehend unverschlüsselt zu übermitteln. Die Sicherheit von MoneyBee ist dadurch nicht berührt: Ein manipuliertes Netz wird bei uns erkannt, da es ja schlechter in der Leistung wird. Besser in der Leistung kann es kaum werden, wie Affen, die auf einer Schreibmaschine herumtappsen, kein Goethe-Gedicht zustande bringen – und wenn sie es doch tun, ist es ja schön. Auf MoneyBee bezogen: Wenn jemand ein Netz manipuliert und zurückschickt und es wird durch seine Manipulation BESSER – der „Fälscher“ leistet also durch Intuition das, was das Netz komplex stundenlang berechnet -, dann freuen wir uns. Wenn es schlechter wird, wird es aussortiert.

Der Nutzer kann sich also die moneybee.dat anschauen. Darüberhinaus geben wir als Firma natürlich eine Garantie, dass in die moneybee.dat nichts hineingeschrieben wird, was nicht zum System gehört – unsere Firma würde sich sonst strafbar machen. Wir haben auch kein Interesse daran. Unter unseren Nutzern sind einige Spezialisten, die MoneyBee getestet und uns per Mail und im Forum mitgeteilt haben, dass es einwandfrei ist. Das hat uns sehr gefreut, weil eine Bestätigung von dritter Seite natürlich manchem die Bedenken genommen hat.

"Schweizer Wünsche werden berücksichtigt"

Sie prognostizieren vor allem Entwicklungen auf dem deutschen Markt. Was macht MoneyBee für Schweizer User interessant?

Mansmann: Schweizer Nutzer sind mit neuen Wünschen an uns herangetreten. Wir haben damit gerechnet und passen MoneyBee gerne an. Wenn sich genug schweizerische Nutzer melden – am besten mit E-Mail-Adresse, damit wir sie dann auch gezielt ansprechen können -, werden wir entsprechende Spezialwünsche umsetzen. Machen wir mal eine grobe Schätzung: Etwa 300 speziell an schweizerischen Themen interessierte Nutzer könnten etwa 10 Kursreihen – für Tag, Woche, Monat – kontinuierlich berechnen.

Dazu auf der Titelseite von "PC Online Zeitung": Aufmacherartikel über MoneyBee

Außerdem großer Artikel im Heft: Text von Seite 4/5

Originalartikel ansehen

 
 
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